Von Chicago nach Crailsheim

Der Profitänzer Florian Lochner von Hubbard Street Dance Chicago gibt erneut ein Gastspiel in Crailsheim. Seine „Tanzwelten“ sind am Freitag, 28. Juli, um 18 und 20.30 Uhr in der Eichendorffschule zu sehen. 
Florian Lochner Foto: Quinn Wharton


Crailsheim. Unter dem Titel „Tanzwelten“ bringt der gebürtige Frankenhardter Florian Lochner, Mitglied der renommierten Hubbard Street Dance Chicago,
Tänzer aus verschiedenen Ländern der Welt nach Crailsheim. Veranstaltet von der Kultur OHG Frankenhardt in Kooperation mit der Eichendorffschule
Crailsheim tritt der Profitänzer am Freitag, 28. Juli, um 18 und um 20.30 Uhr in der Aula der Eichendorffschule, Breslauer Straße 25 in Crailsheim, auf.

Mit der Hubbard Street Dance Chicago tanzt Florian Lochner, der an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim studiert
hat und schon bei der Gauthier Dance Company in Stuttgart engagiert war, auf großen Bühnen. Immer wieder ist er mit dem Ensemble, das als eines
der besten der USA gilt, international auf Tournee.
Vor wenigen Wochen erst war der Auftakt zur 40. Spielzeit in Chicago. „Wir hatten die Ehre mit dem Gründer Lou Conte zu arbeiten. Er choreografierte das
Jazzstück ‚The 40s‘ in den 80er-Jahren, das zum Markenzeichen der Company wurde“, berichtet Lochner. Zur Premiere waren ehemalige Tänzer aus
verschiedenen Teilen der USA angereist. „Sogar meine Eltern flogen über den großen Teich, was mich glücklich und stolz macht.“
Momentan arbeitet der 26-Jährige an einer eigenen Choreografie für das Programm „Junge Choreografen“, das im Juli Premiere hat. Teile aus dieser
Choreografie werden auch in Crailsheim zu sehen sein. „Für mich ist es etwas ganz Besonderes, vor heimischem Publikum zu tanzen. Ich finde es sehr
wichtig nicht zu vergessen, woher man kommt“, sagt Florian Lochner, der gerne auch einmal auf einer kleinen Bühne auftritt. „Es gibt in der Aula der
Eichendorffschule nicht die Distanz zwischen Publikum und Tänzern wie auf den großen Bühnen. Das Publikum kann jeden Schweißtropfen des
Tänzers sehen und der Tänzer kann jede Reaktion des Publikums sehen oder spüren. Da ist man direkt dabei.“ Im Sommer 2016 ist Florian Lochner
schon einmal von Chicago nach Crailsheim gekommen, um vor heimischem Publikum Tänze zu zeigen, die er selbst choreografiert hatte.
„Me, Myself and I“ hieß damals das Programm. „Letztes Jahr gab es nur Solos auf der Bühne, dieses Jahr sind auch Duette und ein Gruppenstück dabei“,
erklärt Lochner. Dazu bringt er drei weitere Profitänzer mit: Juliano Nunes (Royal Ballet of Flanders), Miriam Gronwald (Ballet de Lorraine) und
Alice Klock (Hubbard Street Dance Chicago).