live in Honhardt

Honhardt,17.02.2005
Es war der Tag nach dem „Schneechaos“ (wir wussten ja nicht was noch kam) -  Glück gehabt: Das Konzert war ausverkauft, die Kultur O.H.G. zufrieden mit dem bisherigen Ablauf, die Künstler noch im Umkleideraum, im Saal herrschte gespannte Unruhe. Kurt Kochendörfer von der Kultur O.H.G. begrüßte die Musikfreunde im Saal und dann ging´s los: Die „everyday tour“ konnte beginnen.

„Everyday is a winding road“, dieser Titel von Sheryl Crow ist ihnen auf der Fahrt nach Honhardt wohl als erstes in den Sinn gekommen, „Love the one you with“ von Steve Stills war der nächste und so arbeiteten sich die Flying Pickets durch die Popsongs der letzten Jahre. Wer sich, außer mir, noch fragte, wie Simon Foster in die „Boygroup“ geraten ist, wurde bei „Roxanne“ erleuchtet: Der Mann mit dem nicht so durchtrainierten Körper hatte eine tolle Stimme und meisterte mit Andrea Figallo zusammen den Sting-Titel souverän. Dafür gab´s viel Applaus. Aber es wurde nicht nur gecovert. Michael Henry, mit seinem entwaffnenden Grinsen der Farbtupfer in der Gruppe, hatte „Chapel on a cloud“ selbst geschrieben und gesungen. Danach ging´s gleich weiter in die große Popwelt: „Let me entertrain you“ war angesagt. Wie man „Long train running“, einen Titel von den Doobie Brothers in dem es von Gitarren nur so wimmelt, nur mit Gesang perfekt vortragen kann, hat mich tief beeindruckt. Michael Henry, der, wie er sagt „keine Liebe finden kann“ erhielt keine Angebote aus dem Saal und musste deshalb weiter singen. „Fast car“ von Tracy Chapmann passte da ganz gut. Der Saal war in Stimmung und so wurde es Zeit „to cool down“: Bei „Moon over bourbon street“, ein gesungenes Stimme-Kontrabass-Duo, glänzte Andy Laycock neben dem genialen Bass von Andrea Figallo. Andy hatte übrigens seinen 2. Auftritt in Frankenhardt. Bei der Vernissage zur Foto Ausstellung von Richard Badal im Februar 2004 war er als Gastsänger bei „Provocal“ dabei.


Das Publikum hatte sich abgekühlt, Zeit für „Billy Jean“ von Michael Jackson um die Leute wieder auf Betriebstemperatur zu bringen und es wurde heftig mitgeklatscht. Dylan Foster, der Australier, brachte mit „Do it“ ein eigenes Lied zu Gehör, dann wurden wieder „unbekannte Künstler“ gefördert wie z.B. Stevie Wonder. „La vida loca“ von Ricky Martin erhöhte wieder den Puls im Wechselbad der Gefühle, bei „Eternal flame“ ging´s entsprechend ruhiger zu und bei „Celebration“ wurde mitgesungen. Der Saal war am köcheln und der Ruf nach Zugaben wurde laut. Das unvermeidbare „Only you“, der Hit der früheren Flying Pickets durfte da nicht fehlen und „Mama Lou“ von den „Les Humphries“ hielt die Stimmung oben. Da der Beifall nicht enden wollte gab´s als 2. Zugabe den „Buffalo Soldier“. Bob Marley wäre zufrieden gewesen mit der Interpretation seines Stückes und das Publikum war es auch. Es wurde gesungen und nach einigen „Oh joyoy“ war dann nach knapp 2 Stunden das Konzert vorbei. Mann und Frau waren durstig und so ging es zur Nachbesprechung an den Stand der Kultur O.H.G. Während von den einen das Konzert noch einmal durchgesprochen wurde, begann für die anderen die Abbauphase. Es war ein tolles Konzert, ein tolles Publikum und sympathische, nette „Flying Pickets“. Zu diesem schönen Abend haben aber auch noch viele freiwillige Helfer beigetragen, bei denen ich mich hier ganz herzlich bedanken möchte. Wenn man gut zusammenarbeitet kann man fast alles erreichen, auch die „Flying Pickets“ nach Frankenhardt holen!

Hier noch ein paar Bilder, die für sich selbst sprechen:



Text und Bilder: Peter Noack

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