Jazzfrühschoppen in Oberspeltach
mit der




Gustav Lichdi Combo
23. Juni 2013















Bilder: Andrea Kern Kiutra     

FRANKENHARDTER MITTEILUNGEN vom 5. Juli 2013

Jazz-Frühschoppen mit der Gustav Lichdi Combo

 

Nachdem die Sonne im Laufe der Woche einige Hitzewallungen hatte, gönnte sie sich heute eine Pause. Wenn sie schon nicht brutzelte, dann doch wenigstens die Würste auf dem Grill.

So richtig eingeheizt wurde dann aber mit Big Band Sound. Mit einer explosive Mischung aus 60er Jahre Swing und modernen Einflüssen flogen gleich die Funken rüber.

Kurt Kochendörfer begrüßte die Zuhörer und besonders Noch-Bürgermeister, Willi Karle, der Ende des Monats in den Ruhestand geht. Er bedankte sich bei ihm für die gute Zusammenarbeit mit der Kultur O.H.G. und die Unterstützung durch die Gemeinde. Er verriet aber auch, dass Willi Karle den Hefezopf einer banalen Weißwurst vorzieht. Das bringt den Verein nicht in Verlegenheit wie man auf der Bewirtungskarte nachlesen kann.

Das geneigte Publikum lernte auch, dass die Gustav Lichdi Combo bereits zum dritten Mal bei der Kultur O.H.G. zu Gast war. Als Startrompeterin tritt Rebecca Offenhäußer auf. Sie kommt aus Oberspeltach und die Oberspeltacher sind nicht minder stolz auf „ihre“ Rebecca.

Zum Schluss seiner Ansprache zitierte Kurt Kochendörfer die Ikone des französische Jazz, Michel Portal: „„Jazz bietet die einzige Möglichkeit, frei zu sein, zu schweben und zu träume“.



Zum Schweben und Träumen luden die 14 Musiker gleich mit Fever ein, dem 12taktigen Blues in Moll. Bandleader Mario Gröger bedankte sich für die dritte Einladung und ist für weitere nicht abgeneigt. Er moderiert mit viel Charme durch das Konzert. Seine Ansagen sind kurz, aber pointiert.

Das zum Jazz-Standard zählende Birdland gefiel durch die hingebungsvolle Interpretation.

Überhaupt überzeugte die Band mit unbändigem Spaß und Freude an der Musik.

Sie verwöhnte die Ohren mit dem getragenen The Man I Love oder dem schwungvollen Chatanooga Choo Choo, der Fahrt mit der Dampflok von New York City nach Chattanooga in Tennessee. Mit Children of Sanchez, dem Soundtrack des gleichnamigen Films, komponiert von Chuck Mangione, hatte Rebecca Offenhäußer dann ihren großen Solo-Auftritt. Tosender Applaus war ihr sicher.

Im Laufe des Vormittags durchqueren wir viele Musikrichtungen und -stile.

Wir hören, typisch afrikanisch aufgebaut, Afro Blue im ¾ Takt und den Michael Bublé Song Sway. Damit trumpfte Heide Rauch mit ihrer Soulstimme ebenso auf, wie mit dem leidenschaftlich vorgetragenen How Sweet It Is.

Mit einem Prediger, The Preacher, wollten die Musiker aus  Wolpertshausen das Konzert beenden, doch sie hatten die Rechnung ohne das begeisterte Publikum gemacht. Sie mussten noch mal nachlegen und erreichten dann mit dem Coversong von Benny Goodman, Sing Sing Sing, den Siede- und Schlusspunkt dieses Sonntags.

Rut Labitzke

26.06.2013