HOHENLOHER TAGBLATT 
Samstag, 27.Oktober 2001
 GENERATIONSMUSIK /„Herrn Stumpfes Zieh & Zupf Kapelle“ live in Honhardt 

Vesperbrote fürs Publikum
„Skrupellose Hausmusik“ bei der Kultur O.H.G. Frankenhardt

Voll war´s in der Sandberghalle Honhardt. „Herrn Stumpfes Zieh & Zupf Kapelle“ waren angereist und ihr guter Ruf war ihnen voraus geeilt. Die vier sympathischen Musiker aus Aalen begeisterten das Publikum mit ihrer „skrupellosen Hausmusik“. Die Kultur O.H.G. Frankenhardt hatte wieder eine glückliche Hand.

VON PETER NOACK

HONHARDT.  Nachdem die Zieh & Zupf Kapelle versprochen hatte; keinen „Hommelsoich“ zu spielen, ging´s auch gleich mit ihrer Version von „Singin´ the blues“ weiter. Nach diesem „Silberrausch“ kam das  „Häuslesbaue“, der Zeitpunkt im Leben des Schwaben wo „mr koine Freund´ me hot, außer Handwerker“. Diese ansteckende Krankheit sei unter „der Rote Punkt“ bekannt.
Das ist wohl der Grund für den Erfolg der „Stumpfes“, mit dem sie mindestens drei Generationen erreichen: durch alle Stilrichtungen gehen, die Texte im Dialekt singen und diesen Mix mit ihrem außerordentlichen musikalischen und komödiantischen Talent gekonnt live auf die Bühne bringen. Auch zwischen den Titeln kommt der Humor der Vier voll zur Geltung. Mit „Limericks“, in denen sich die Zupfkapelle über die verschiedenen Veranstaltungsorte ausließen, ging es dann in die Pause.x
Vorher hatten die Musiker allerdings fürs Publikum noch ein paar Vesperbrote vorbereitet, die sie zur Stärkung verteilten. Die Vier konnten ja nicht wissen, dass die Kultur O.H.G. jetzt noch kulinarische Leckerbissen anbietet. Das „Edelweiß“ gab es a cappella, danach griff die Free „Zieh & Zupf Kapelle“ wieder voll in die Saiten. Alte Klassiker wurden umgearbeitet, so wurden im „Überzieher“ die ländlichen Probleme beim Kondom-Kauf beschrieben.
Gern ließen die Zuschauer Michael „Flex“ Flechsler, Manfred „Manne“ Arold, Benny „Banano“ Jäger und Marcel „Selle“ Hafner nicht von der Bühne, aber die vier vom Heimweh geplagten Aalener konnten nach der dritten Zugabe dann doch ihr Konzert beenden.
Zufriedene Gesichter überall und alle waren sich einig, schee war´s!
Für die Kultur O.H.G. war dies eine weitere gelungene Veranstaltung.
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