Erscheinungsdatum: Montag 18.05.2009

Stattliches Niederwild
Otto Brunner erhält den OHG-Umweltpreis

Honhardt  Otto Brunner aus Frankenhardt ist der Preisträger des Umweltpreises der Kultur O.H.G. Frankenhardt (Oberspeltach, Honhardt, Gründelhardt).
 
Bereits 1984 hat Brunner mit seinem Pilotprojekt zur "Bestandspflege von Rebhuhn und Feldhase" begonnen, lange bevor die Naturschutzbehörden 1997 auf seine Arbeit aufmerksam wurden. In seinem Revier östlich von Honhardt ist jetzt wieder ein stattlicher Bestand an Niederwild herangewachsen. Durch das Anlegen von Hecken und das Einsäen von Flächen mit Wildkräuterbewuchs schaffte Brunner den passenden Lebensraum für die Wildtiere. Zusätzliche Flächen wurden auch außerhalb seines Reviers von Landwirten und der Gemeinde Frankenhardt zur Verfügung gestellt.
Am Freitag nahm der Jäger und Heger in der Aula der Haupt-und Werkrealschule in Honhardt den mit 500 Euro dotierten Umweltpreis der Kultur O.H.G. aus den Händen von Vorstand Kurt Kochendörfer entgegen. In seiner Laudatio würdigte der langjährige Kreisjägermeister Gerhard Preunkert die selbstlose Arbeit an der Natur.
 
Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde vom Klarinettenquartett aus Crailsheim.

joe

Frankenhardter Mitteilungen    Erscheinungsdatum: Mittwoch 20.05.2009

Am 15. Mai war es malwieder soweit:  die Kultur O.H.G. konnte ihren immerhin schon 8. Umweltpreis verleihen. In diesem Jahr ging es um das Pilotprojekt „Bestandspflege von Rebhuhn und Feldhase“ und der Preisträger, Herr Otto Brunner wurde als professioneller Heger dieser Spezies mit dem Preis geehrt. Es freute uns besonders, dass bei dieser Ehrung in der Aula der Haupt- mit Werkrealschule in Honhardt zahlreiche Mitbürger Herrn Otto Brunner durch ihre Anwesenheit Respekt zollten für seine über die Jahre geleistete Arbeit. Für die Musikalische Umrahmung war das Klarinettenquartett „Klarissimo“ die richtige Wahl.

Vor kurzem erst in der Johanneskirche bei einem Händel Konzert der besonderen Art aufgetreten, eröffneten sie den Abend mit „Ankunft der Königin von Saba“. Dieser Ankündigung zum Trotz war es aber dann doch Kurt Kochendörfer, Vorsitzender der Kultur O.H.G., der die Anwesenden begrüßte, darunter Bürgermeister Willi Karle, die Schulleiter, Mitglieder des Gemeinderats, frühere Preisträger und natürlich etliche Jäger.

In seiner Begrüßung wies Kurt Kochendörfer auch auf die schon in der Bibel verankerte Verantwortung des Menschen für seine Umgebung hin. Nach einem kurzen „Intermezzo“ von „Klarissimo“ hielt der langjährige Kreisjägermeister Gerhardt Preunkert die Laudatio. In seiner Rede betonte er immer wieder, dass man eine „Eselsgeduld“ braucht, wenn man verloren gegangene Lebensräume für das Niederwild wieder neu schaffen will. Rückschläge wären dabei nicht auszuschließen. Otto Brunner häbe mit einem Rebhuhnpaar angefangen. Inzwischen ist der Bestand auf über 17 Paare angewachsen. Wie in kaum einem anderen Bereich Nord-Württembergs gibt es in dem Revier östlich von Honhardt wieder einen stattlichen Rebhuhn- und Hasenbestand. Dies ist der Erfolg einer seit 1984 durchgeführten intensiven Hege und Pflege. Durch einsäen von Wildäckern, verstärkter Raubwildbejagung und anlegen von Ackerrandstreifen konnten die Lebensbedingungen von Rebhühnern und Feldhasen verbessert werden.

Auch in den Nachbarrevieren und in der Wacholderheide ist die Anzahl der Rebhühner angestiegen. Seit 1998 wird das erfolgreiche Projekt von der Wildforschungsstelle des Landes Baden-Württemberg begleitet.

Zusammen mit Gerhardt Preunkert übereichte Kurt Kochendörfer den mit 500 ¤ dotierte Umweltpreis an Otto Brunner. Der dankte in seiner Rede noch der Gemeinde und den Landwirten für die bereitgestellten Flächen. Nur dadurch war es ihm möglich seine Hegemaßnahmen durchzuführen.

Mit der „Tritsch-Tratsch-Polka“ beendete „Klarissimo“ den offiziellen Teil aber es ging in geselliger Runde natürlich noch weiter.

Otto Brunner hatte an diesem Abend noch viele Gespräche in kleiner Runde, bei denen es nicht nur um Niederwild ging, sondern auch um den Waldkindergarten. Auch da ist Otto Brunner in vorbildlicher Weise engagiert, pflanzt Bäume mit den Kindern oder hängt Nistkästen auf und versucht ihnen ein Gefühl für die Natur zu vermitteln.

Es war ein gelungener Abend und wir möchten uns hier an dieser Stelle nochmals bei Herrn Brunner für sein Engagement in der Natur bedanken.

pn